Datenbrille unterstützt Simulation

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Mit Simulationen können reale Situationen nachgestellt werden. Simulationen können damit verschiedenen Einsatzzwecken dienen: Analyse, Planung, Vorhersage oder auch Schulung. Insbesondere für Letzteres, die Schulungen, können auch Datenbrillen eingesetzt werden. So sollen die Einschränkungen, die mit den bisherigen Modellen herrschen, überwunden werden.

Schulungen für Medizinstudenten laufen bisher häufig mit Nachbildungen von Menschen oder Teilen von Menschen ab. Jeder der für den Führerschein einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren musste, kennt sicherlich die Schulung an solchen Kunststoff-Nachbildungen. Es liegt eine menschenähnliche Puppe am Boden und an dieser muss die Prozedur für die Stabile Seitenlage oder das Beatmen mit Herzdruck-Massage geübt werden. Meistens ist diese Puppe dann nur für den Zweck der Erste-Hilfe-Schulung ausgelegt.

Im echten Leben müssen Mediziner allerdings wesentlich flexibler sein. Es treten unvorhergesehene Situationen auf, worauf der Arzt jeweils passend reagieren muss. Mit Szenario-spezifischen Menschen-Nachbildungen lässt sich diese Flexibilität nicht üben. Datenbrillen mit der Möglichkeit Augmented Reality darzustellen, könnten diese Lücke überbrücken helfen.AugmentedBaby

Dr. Ribeira ist Arzt am Stanford University Medical Center und beschäftigt sich täglich mit der Ausbildung von Studenten. Ihm sind die Defizite der herkömmlichen Ausbildung aus eigener Erfahrung bekannt. Unterstützt von dem Datenbrillenhersteller Meta möchte er nun die Ausbildung verbessern und dazu Augmented Reality einsetzen.

“Unsere Hoffnung besteht darin, die derzeit sehr kostspieligen Trainingspuppen mit flexiblen und kostengünstigen Simulations-Anwendungen zu ersetzen. Wir haben bereits erfolgreich medizinische Simulationen 100 mal billiger gemacht, wodurch diese Art des Trainings erschwinglich wird und es können sich mehr Krankenhäuser und Schulungseinrichtungen diese Technik leisten. Die Studenten werden hunderte Stunden mehr an Training erfahren können, bevor sie echten Patienten in der realen Welt begegnen”, so Dr. Ribeira, der das Projekt SimX vorantreibt.

Für eine realitätsähnliche Simulation werden allerdings hohe Anforderungen an die Datenbrillentechnik gestellt. Kompakte Datenbrillen, wie zum Beispiel Google Glass Explorer Edition oder Vuzix M100, können für die Simulationen vermutlich nicht eingesetzt werden. Braucht man doch die Einblendung der virtuellen Welt, die auf beiden Augen sichtbar ist. Möglich wäre also der Einsatz von verfügbaren Datenbrillen wie zum Beispiel der Meta 1, aber auch Hersteller wie zum Beispiel Epson mit der Moverio BT200 können geeignet sein.MetaMedicalTraining

Die visuelle Darstellung ist bei der Schulung natürlich nur eine zu betrachtende Seite. Denn wichtig ist ja ebenfalls, die richtige Aktivität am Patienten zu üben. Dabei kann die Datenbrillen-Technik wahrscheinlich nur noch begrenzt helfen.

Bildquelle: getameta.com

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