Robuste Datenbrillenversion von ODG

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Die Tauglichkeit der meisten Datenbrillen ist beim Einsatz im harten industriellen Alltag fraglich. ODG bringt eine Erweiterung, die auch härtere Handhabung übersteht.

Diverse Hersteller von Datenbrillen, wie zum Microsoft mit der HoloLens, Vuzix, Epson Moverio, Google Glass oder Recon Jet, haben das Problem, dass man die Datenbrillen vorsichtig handhaben muss. Die Geräte sind einem Smartphone ähnlicher als einer industriellen, ruggedized PDA. Praktisch heißt das, dass schon beim ersten Herunterfallen die Datenbrille kaputt gehen kann.

ODG R-7HL. Bildquelle: ODG
ODG R-7HL. Bildquelle: ODG

ODG hat das Problem erkannt und bringt nun eine Ruggedized-Variante seiner Mixed-Reality-Datenbrille ODG R-7. Die neue Variante wird um das Kürzel HL erweitert. HL steht bei der ODG R-7HL für Hazardous Location. Die Anpassung passiert mit Hilfe des Gehäuses.

Hazardous Location steht im Falle der ODG R-7HL für verschiedene Aspekte. Einerseits geht es um die Robustheit der Datenbrille. Die Datenbrille kann unter schwierigen Bedingungen bei hohen Temperaturen, bei Vibrationen, bei ungewöhnlichen Druckverhältnissen und in staubbelasteten Umgebungen eingesetzt werden. Auch ein Herunterfallen soll die Datenbrille ohne Schaden überstehen.

Andererseits ist mit Hazardous Location auch die Auslegung für Ex-geschützte Bereiche gemeint. Umgebungen in denen entzündliche Gase oder Dämpfe haben das Problem, das keine Funkenbildung in technischen Geräten stattfinden dürfen. In der HL-Variante ist das Gerät so abgedichtet, dass keine entzündlichen Gase oder Dämpfe eindringen und damit entzündet werden können. Es liegt eine Zertifizierung für Zone 2 vor.

ODG R-7HL. Bildquelle: ODG
ODG R-7HL. Bildquelle: ODG

Anwendungsbereiche für die Datenbrille finden sich in verschiedenen industriellen Branchen. Das sind zum Beispiel die Öl- und Gasförderung, Versorger, Chemische Industrie, Flugwesen (Tankvorgänge an Flugzeugen) oder die Pharmazeutische Industrie.

Vergleicht man die ODG R-7HL mit der Standardvariante, dann findet man hinsichtlich der sonstigen technischen Parameter eine identische Ausstattung. Hinsichtlich des Betriebssystems sieht es bei der R-7HL ähnlich wie auch bei anderen Datenbrillen wie zum Beispiel der Google Glass, der Epson Moverio oder der Recon Jet aus. Sie wird mit Android-Variante betrieben. Dementsprechend stehen auch Werkzeuge und Frameworks zur Verfügung, die sich auf die Android-Technologie stützen.

Bildquelle: ODG.com