HoloLens vereinfacht Wartungsarbeiten für Versorger

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Öffentliche Versorger verfügen über zahlreiche GIS-Daten ihrer Infrastruktur. Mit Hilfe der Microsoft HoloLens bekommen Versorger vor Ort einen Einblick in ihr Netz.

Heutzutage sind nahezu alle Daten über die Versorgungsinfrastruktur in Datenbanken gespeichert. Die GIS-Daten geben dann zum Beispiel den genauen Verlauf einer Wasserleitung an. Das unterstützt einerseits die Wartung der vorhandenen Leitungen. Andererseits können auch neue Leitungen damit besser eingepasst werden.

Außerdem werden hin und wieder bei Baggerarbeiten die Leitungen beschädigt. Dann hat der Mitarbeiter die GIS-Daten vorher nicht genau genug überprüft. In solch eine Fall müsste die Information über die Leitungen eigentlich genau vor dem Baggerführer angezeigt werden.

GIS-Daten mit Microsoft HoloLens anzeigen

Das Unternehmen Meemim Inc. hat nun eine neue Lösung vorgestellt. Sie ist speziell auf die Bedürfnisse von Versorgungsunternehmen zugeschnitten. Das Besondere an der neuen Lösung ist die Nutzung auf der Microsoft HoloLens. Zuvor lief eine ähnliche Lösung schon auf Tablets. Aber mit denen ist das freihändige Arbeiten nicht so einfach möglich wie mit Datenbrillen.

Deshalb gibt es die Lösung nun auch für die Microsoft HoloLens. Wie bei der bisherigen Software lädt das mobile Gerät die GIS-Daten aus der Datenbank. Diese Daten werden dann in das aktuelle Sichtfeld des Benutzers eingeblendet. Dafür ist natürlich die aktuelle Position der Datenbrille notwendig. Und zudem müssen auch die Leitungsnetzdaten richtig in die Geometrie eingepasst werden.

Versorger in New Jersey profitiert von HoloLens-Lösung

Wie esri in den ArcNews über die Software berichtet, setzt TRMUA (Toms River Municipal Utilities Authority) diese Lösung nun für den täglichen Gebrauch von Versorgungsunternehmen ein. Dabei nutzt die Software Ankerpunkte in der Realität, um die zusätzliche virtuelle Darstellung richtig auszurichten. Solche Ankerpunkte sind zum Beispiel Schleusendeckel. In Verbindung mit der Blickrichtung der HoloLens projiziert die Datenbrille dann das Leitungsnetz in das Blickfeld.

Zusätzlich ist die Software mit Gesten und Sprachkommandos steuerbar. Damit können die Mitarbeiter wirklich freihändig arbeiten und gleichzeitig in den Informationen navigieren. Der Versorger sieht darin einen echten Mehrwert. Im Video wird gezeigt, wie so eine Darstellung für den Benutzer aussieht.

Für TRMUA war die neue Anwendung relativ einfach aufzubauen, denn sie hatten ihre gesamten Leitungsdaten bereits digitalisiert über ArcGIS von esri. Damit waren die Daten schon elektronisch verfügbar. Meemim musste nur noch die Daten für den HoloLens-Einsatz konvertieren. Damit stehen sie für die Nutzer der Datenbrillen nun zur Verfügung.

Pilotkunde TRMUA für Start-up Meemim

Für das relativ junge Unternehmen Meemim Inc. aus Toronto ist das Versorgungsunternehmen aus New Jersey ein Pilotkunde. Durch die bereits digitalisierten Daten war der Einsatz der HoloLens ja auch einfacher möglich. Aufwändiger wird es jedoch, wenn interessierte Versorger die Daten noch nicht digitalisiert haben.

Meemim hat die Entwicklung der Plattform Ende 2016 begonnen. Kurze Zeit später war ein Prototyp verfügbar. Der Versorger TRMUA war als Pilotkunde schon am Anfang dabei. Nach aktuellem Stand ist diese Lösung weltweit einzigartig und es gibt noch keine vergleichbaren Lösungen am Markt.

Mixed Reality als Basistechnologie

Um tatsächlich die volle Funktionalität zu nutzen muss man Mixed Reality-Geräte nutzen. Die Microsoft HoloLens ist dafür also prädestiniert. Auch die Geräte von Metavision, die Epson Moverio oder die ODG R-9 könnten Ähnliches leisten.

Manche VR-Brillen realisieren auch Mixed Reality. Man hat dabei allerdings nicht einen halbdurchsichtigen Display vor sich, sondern bekommt die Realität elektronisch eingeblendet. Die Realität nimmt nämlich eine Kamera an der Frontseite der VR-Brille auf. Durch die interne Bildverarbeitung wird dann das reale Bild durch zusätzliche Informationen angereichert.

Einfachere AR-Brillen wie zum Beispiel die Google Glass oder die Vuzix M300 können die volle Funktionalität nicht bieten. Dennoch könnte man mit Ihnen den Nutzer über die Leitungsverläufe informieren. Es wäre dann aber nur über den kleinen Bildschirm am Rande des Blickfeldes möglich.

 

Bildquelle: pixabay / Natalie Gi Lizenz: CC0

Videoquelle: youtube / esri

 

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