HoloLens in Space – jetzt aber wirklich?

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Nach dem misslungenen ersten Versuch wollen am 3. Dezember nun Microsoft und die NASA erneut versuchen, eine HoloLens-Datenbrille ins All zu schicken. Der vorherige Versuch ist aufgrund eines technischen Defektes gescheitert. Die Rakete war wenige Minuten nach dem Start explodiert – es lag vermutlich nicht an der HoloLens.

An Bord der Internationalen Raumstation soll die HoloLens für die Unterstützung der Astronauten getestet werden. Dafür werden im Wesentlichen zwei Verfahren vorgesehen. Einerseits soll es möglich sein, den Astronauten an Bord durch erfahrene Techniker auf der Erde direkt anzuweisen. Andererseits soll auch die Visualisierung von technischen Dokumenten auf der HoloLens unterstützen. Als technische Dokumente sollen dabei vorzugsweise 3D-Informationen eingeblendet werden, die eben auf der Datenbrille wirkungsvoll angezeigt werden können.

Microsoft HoloLens (Quelle: microsoft.com)
Microsoft HoloLens (Quelle: microsoft.com)

Dem nun geplanten Einsatz gehen Tests unter Wasser voraus. Wie der Projekleiter Jeff Norris berichtet, hätte die Erledigung der Aufgaben ohne die HoloLens wesentlich länger gedauert.

In dem genannten Einsatzfall wird also wieder ein bereits häufig strapaziertes Szenario umrissen – die Wartungsunterstützung durch die Datenbrille. Einfachere Datenbrillen treten mit einem ähnlichen Nutzenversprechen an – Hands-free arbeiten – sind allerdings wesentlich einfacher aufgebaut und weniger auffällig als die komplexeren Datenbrillen, wie eben zum Beispiel die HoloLens.

Neben der Wartungsunterstützung wird am Rande noch eine weitere Datenbrillen-App getestet. Es handelt sich um eine einfache Lösung zur Inventarisierung und Lagerverwaltung. Dabei soll ein durch den Datenbrillenträger angefasstes Objekt identifiziert werden. Anschließend nennt die Datenbrille den korrekten Lagerort. Bei der knappen Ressource “Raum” auf der ISS sicher eine nützliche Funktion – trotz der unendlichen Weiten da oben.

Bildquelle: nasa.gov

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