Barrierefreiheit im Vergnügungspark mit Datenbrillen-Untertiteln

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Vergnügungsparks denken heute noch selten an Barrierefreiheit. Alcorn McBride ermöglicht das nun mit Datenbrillen-Untertiteln. Damit gruselt es auch Hörbehinderte.

In der Unterhaltungsindustrie bieten zahlreiche Unternehmen Lösungen an. Die Besucher von Museen, Themenparks und Shows sollen möglichst angenehm unterhalten werden. Ebenso in Restaurants oder im Einzelhandel sind Teile der Unterhaltungsindustrie gefragt. Dort präsentiert der Verkäufer das Produkt dem Interessenten. Folglich regt er zum Kauf an.

Hindernisse für Sinne

Bei derartigen Unterhaltungswelten geraten aber beispielsweise Hörbehinderte leicht in Vergessenheit. Beispielsweise können in einer Geisterbahn hörbehinderte Menschen wesentlich schlechter erschrecken. Schließlich geht sogar der gesamte Effekt der Themenfahrt verloren.

Infolgedessen erweitert nun Alcorn McBride seine Lösung zur Automatisierung der Themenfahrten. Zusätzlich zur Audio- und Videoausgabe gibt die Technik auch einen Untertitelkanal aus. Und mit den Untertiteln können hörbehinderte zumindest einen Teil der Effekte mitbekommen.

Datenbrillen für Hörbehinderte

Wer eine Unterstützung während der Themenfahrt benötigt, bekommt schon zu Beginn eine Datenbrille. Diese Datenbrille lokalisiert sich innerhalb der Themenfahrt selbst in Bezug auf alle einzelnen Attraktionen. Sie ist damit fest an das Fahrzeug gebunden. Und innerhalb jedes Fahrzeugs gibt es nochmal ein eigenes Steuergerät für alle Effekte.

Wenn das Fahrzeug die Attraktion passiert, zeigt das Steuergerät über die Datenbrille dem Besucher die Untertitel an. Diese Untertitel erscheinen im Randbereich des Blickfeldes. Damit stört es nicht die freie Sicht.

Das System setzt auf Android-basierte Datenbrillen. Das sind zum Beispiel die Epson Moverio oder die Vuzix Blade. In Kombination mit Beacons kennt die Datenbrille ihre Position. Damit kann sie auch zur richtigen Zeit die passenden Untertitel anzeigen.

Untertitel für Barrierefreiheit

Untertitel bereichern aber nicht nur in Vergnügungsparks das Erlebnis für hörbehinderte Menschen. Auch in kulturellen Veranstaltungen wie zum Beispiel im Theater kommen Untertitel zum Einsatz. Und dort ist der Bedarf sogar noch größer.

Denn oft ist es beispielsweise für ältere Menschen sehr schwierig, die Texte richtig zu verstehen. Die Entfernung zum Sprecher ist vielleicht weit. Und mit den Untertiteln können die Besucher das Geschehen viel besser verfolgen.

Einfache Datenbrillen genügen

Zur Darstellung von Untertiteln braucht man in vielen Fällen keine komplizierten Datenbrillen. Schon die Vuzix Blade oder die Epson Moverio ist eigentlich überdimensioniert. Es wird ja nur die Anzeigemöglichkeit für die Untertitel benötigt. Und ein bisschen Kommunikationstechnik überträgt die eigentlichen Inhalte.

Aber die komplexeren Funktionen, wie zum Beispiel die Kamera der Datenbrille, werden nicht gebraucht. Auch die Leistungsfähigkeit des Android OS wird bei der Untertiteldarstellung bei weitem nicht ausgereizt.

Bildquelle: flickr / Matt Buck (Title: IMGP1958), Lizenz: CC BY-SA 2.0 

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